Letzte Woche besuchte Matthias Gastel, gemeinsam mit Gerhard Härer und Jürgen Steck den Hof der Familie Alber. Seit 1990 wird der Baiersbachhof biologisch bewirtschaftet. Er war schon häufiger zu Gesprächen auf dem Hof und hat sich nun, auf Grund der aktuellen Diskussionen, wieder über die Sorgen und Nöte der Landwirtschaft informiert.
Seit seinen letzten Besuchen haben sich einige Dinge verändert: So wurde von Bioland zu Naturland gewechselt. Eine Verbandsvertreterin war beim sehr intensiven 2,5‑stündigen Gespräch auch dabei. Die Schweinehaltung wurde aufgegeben. Der Fokus liegt auf der Eierproduktion. Dafür werden aktuell 8.000 Hennen in vier Gruppen mit Außenauslauf gehalten. Mit einem Aufschlag von vier Cent pro Ei wird die Aufzucht der männlichen Küken finanziert. Die Eier stellen das einzige Produkt dar, das auch über den Handel vertrieben wird. Alles andere, darunter Rind- und Schaffleisch, wird im Hofladen verkauft. Die Kälber der 20 Mutterkühe dürfen im ersten Jahr bei ihren Müttern bleiben.
Vertieft besprochen wurde die Auflage, wonach vier Prozent der Flächen nicht bewirtschaftet werden dürfen. Das Problem aus Sicht des Betriebes: Die Distel breitet sich aus und erschwert später die Wiederbewirtschaftung der Fläche. Der Wunsch lautet, dass eine Blühmischung zugelassen wird. Damit werde ein hochwertiges Angebot für Insekten geschaffen und zugleich der Bewuchs unter Kontrolle gehalten. Auch, aber nicht ausschließlich in diesem Kontext sprachen wir über die Möglichkeiten und Grenzen der mechanischen Unkrautbekämpfung, so wird am Baiersbachhof nur maximal 10 Zentimeter tief gepflügt. Damit wird das Bodenleben bewahrt – und nebenbei Dieselkraftstoff eingespart. Die Steuern auf Agrardiesel sind für den Biohof kein großes Problem. Problematisch sind die vielen Vorgaben und Bestimmungen die den Bauern gemacht werden, die zum Teil praktisch nicht umsetzbar sind und die nicht unterscheiden zwischen Biobetrieben und konventioneller Bewirtschaftung, Klein- oder Großbetrieben und den regionalen Bedingungen.
Wir sahen und erfuhren bei diesem Besuch, mit wie viel Arbeit, Überzeugung und Engagement ein Biobetrieb geführt wird und sind stolz einen solchen Betrieb in Aichtal zu haben. Übrigens: Mit der hohen Inflation nahm die Nachfrage nach Bioprodukten bundesweit ab. Inzwischen werden diese aber wieder vermehrt nachgefragt.
Für den Ortsverband, Jürgen Steck
Wahlkreisbüro Filderstadt, e-MAil: mathias-gastel.ma04@bundestag.de
Büro Berlin, e-Mail: mathias.gastel@bundestag.de
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